SF Hamborn 07 Ü32 – TSV Krefeld-Bockum 11er 11:12 n.E. (1:1, 2:2)

SF Hamborn 07 Ü32 – TSV Krefeld-Bockum 11er 11:12 n.E. (1:1, 2:2)

-Pokal-Drama im Holtkamp – Löwen scheitern nach einer Achterbahn der Gefühle unglücklich im Elfmeterschießen –

Von wegen „Alte Herren“! Die „Oldies“  der Sportfreunde Hamborn 07 und des TSV Krefeld-Bockum lieferten sich am Samstagnachmittag in der zweiten Runde des Verbandspokals einen Pokalfight erster Güte und boten den Zuschauern im Holtkamp Spannung vom Feinsten.

Nach einem mitreißenden Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften musste beim Stand von 2:2 am Ende der regulären Spielzeit der Sieger durch das Elfmeterschießen ermittelt werden, bei dem die Gäste aus Krefeld dann das bessere Ende für sich hatten.

11:12 hieß es aus Sicht der gastgebenden Löwen, die eine wahre Achterbahn der Gefühle durchleben mussten. Nach einem  frühen 0:1 Rückstand durch David Sfarzetta (10.) konnten die Hamborner zunächst durch Andre Rech fast postwendend zum 1:1 ausgleichen (13.), um kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte durch einen Treffer von Sascha Wiesner das Spiel zu drehen (41.). Tim Cornelissen sorgte  dann rund eine Viertelstunde vor Spielende mit seinem Tor zum 2:2 für Ernüchterung im Hamborner Lager und erzwang damit die Entscheidung durch das Elfmeterschießen.

Hier waren Andre Rech, Anil Kocakaya, Benjamin Reuter, Patrick Rissewyck, Stefan Ramburger, Jens-Martín Reuter, Daniel Engel, Ilker Pala und Sascha Wiesner für „07“ erfolgreich. Für Krefeld-Bockum trafen Marcel Clouth, Jan Visser, Gürhan Ger, Giuseppe Parvisi, Stefan Klassen, Christian Lenz, André Rogge, Denis Stark, Daniel Elsenbruch und David Sfarzetta.

Pechvogel des Tages auf Hamborner Seite war Markus Janssen, dessen  Elfmeter gegen die Latte donnerte und das Aus der Löwen besiegelte

„In diesem Spiel hätten beide den Sieg verdient gehabt. Krefeld hatte heute etwas mehr Glück. So ist das nun mal“, resümierte Löwen-Coach Dirk Wormann.

Seine Mannschaft hatte direkt in den ersten Minuten mächtig Druck gemacht, aber auch die Gäste aus Krefeld präsentierten sich in der Anfangsphase stark. Hamborn hielt jedoch gut dagegen.

Es entwickelte sich ein hitziges Spiel, das durch zahlreiche Pfiffe des Unparteiischen häufig unterbrochen werden musste.

Aus Hamborner Sicht unglücklich fällt dann das 0:1 für die Gäste durch David Sfarzetta in der 10. Minute. „Das tat weh“, räumte Dirk Wormann im Nachgang ein.

Doch seine Mannschaft lässt sich nicht schocken, antwortet fast postwendend und spektakulär: Mit einem herrlichen Schuss in den Torgiebel egalisiert Andre Rech zum 1:1 (13.). Der Treffer beflügelt Hamborn. „Super, was wir jetzt für einen Fußball gespielt haben. Einfach geil!“, zeigte sich Dirk Wormann vom Auftritt seiner Elf begeistert.

Das Spiel blieb hitzig; der Wille beider Teams, weiterzukommen, war förmlich zu spüren.

Mit dem 1:1 geht es in die Pause. „Ein tolles Spiel von beiden Mannschaften“, zog Dirk Wormann ein positives Zwischenfazit.

Kurz nach dem Seitenwechsel hat Hamborn direkt eine hochkarätige Chance aber der entscheidende Pass verfehlt um Haaresbreite seinen Empfänger und trudelt ins Toraus. „ Da hätte mehr draus werden müssen“, haderte Löwen-Coach Dirk Wormann ein wenig mit der vertanen Chance.

Kurz darauf gibt es dann doch Grund zum Jubeln im Löwen-Lager. Es gibt einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Ein Fall für Sascha Wiesner, der das Leder perfekt und unhaltbar in den Winkel zieht: 2:1 für „07“ – das Spiel war gedreht (41.).

Es bleibt ein spannendes Spiel.

Auf der Gegenseite gibt es genau das Spiegelbild der Szene wie beim 2:1 für Hamborn: Eine aussichtsreiche  Freistoßsituation für Krefeld, doch Löwen-Keeper Marcel Hoffmann entschärft das Leder mit einer tollen Reaktion.

Das Spiel geht hin und her.

Nach einem Fehler in der Hamborner Defensive schlagen die Krefelder durch Tim Cornelissen zu und gleichen zum 2:2 aus (64.). „Ein dummer Fehler unserer Abwehr. Das tat verdammt weh“, schilderte Dirk Wormann die Gemütslage knapp eine Viertelstunde vor Spielende.

Doch „07“ gibt nicht auf. Wieder ein sehenswerter Freistoß von Sascha Wiesner – Krefelds Schlussmann Oliver Petrolle kann den Ball gerade noch  über die Latte lenken. Ein tolle Reaktion! Aus dem anschließenden Eckball für die Löwen entsteht direkt ein Konter für die Gäste, die ihrerseits den Siegtreffer auf dem Fuß haben, doch der Ball zieht knapp über die Latte. „Glück gehabt“, gab  Dirk Wormann zu.

Letztendlich blieb es 2:2 und das Drama nahm im Elfmeterschießen seinen Lauf…ohne Happy End für die Löwen.

07-Trainer Dirk Wormann nahm es sportlich und blickt bereits wieder nach vorne: „Jetzt heißt es ‚Kopf hoch, Jungs!‘ Am 12. Februar spielen wir im Achtelfinale des Kreispokals bei Rot-Weiß Mülheim und da werden versuchen, und wieder für den Verbandspokal zu qualifizieren.“

SF Hamborn 07: Hoffmann, Kalpakli (65. Benjamin Reuter), Kocakaya, Jens-Martín Reuter, Pala, Engel, Wiesner, Rech, Stefan Ramburger, Janssen, Frank Ramburger (37. Rissewyck).

TSV Krefeld-Bockum: Petrolle, Lenzen (41. Rogge), Elsenbruch, Cornelissen (65. Clouth), Parvisi, Sfarzetta, Heesen (41. Lenz), Breuer (40. Klaßen), Visser, Ger, Stark.

Schiedsrichter: Dustin Baumann

Tore: 0:1 Sfarzetta (10.), 1:1 Rech (13.), 2:1 Wiesner (41.), 2:2 Cornelissen (64.).

Elfmeterschießen: 2:3 Clouth, 3:3 Rech, 3:4 Visser, 4:4 Kocakaya, 4:5 Ger, 4:6 Parvisi, 5:6 Benjamin Reuter, 6:6 Rissewyck, 7:6 Frank Ramburger, 7:7 Klassen, 7:8 Lenz, 8:8 Jens-Martín Reuter, 8:9 Rogge, 8:10 Stark, 9:10 Engel, 10:10 Pala, 10:11 Elsenbruch, 10:12 Sfarzetta, 11:12 Wiesner.

Zuschauer: 39

Oeste